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Bezeichnung
Sammlung von Kunstwerken (Kustodie)
Wissenschaftliche Sammlung

Sammlung
Ort
StadtDresden
Betreuende Einrichtung
Kunst- und MusikhochschulenHochschule für Bildende Künste Dresden
Assoziierte Organisation
Sammlungsart
Sonderform
Funktion
Teilsammlung
Ist Teilsammlung von
Geschwistersammlung
Beschreibung

Der historisch gewachsene Kunstbesitz der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der ihrer Vorgängerinstitutionen Kunstakademie und Kunstgewerbeschule ist Kunstsammlung und zeitgeschichtliches Dokument gleichermaßen und über die Jahrhunderte aus der Lehrtätigkeit der Institution entstanden. Die Werke stammen überwiegend aus der Zeit der DDR, darunter viele Studien- und Diplomarbeiten. Es sind ebenso Schenkungen von emeritierten Professor*innen und ehemaligen Studierenden im Bestand. Vereinzelt befinden sich auch ältere Werke in der Sammlung, von denen insbesondere die sogenannten Rezeptionsbilder hervorzuheben sind, mit denen sich Künstler im 18. bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an der Akademie um eine Lehrerstelle oder Mitgliedschaft bewarben. Der Altbestand der Sammlung geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Aus den Anfängen der Akademie stammen die wenigen noch an der Hochschule verbliebenen wertvollen Rezeptionsbilder von Charles François Hutin, Giovanni Battista Casanova, Franz Gerhard Kügelgen u.a., die zu den ältesten der Hochschulsammlung zählen. Begehrte man die Aufnahme als Lehrender oder als Mitglied der Dresdner Kunstakademie, musste jeder Lehrende ein Werk „als wesentliche Obliegenheit [...] bey Antritt seiner Stelle“ – so im Gründungsreskript der Akademie vom 6. Februar 1764 festgehalten – abliefern, sei es ein Gemälde, eine Zeichnung, ein Kupferstich oder eine plastische Arbeit. Die Rezeptionsstücke gingen in das Eigentum der Akademie über und wurden trotz permanenter Platzsorgen in einem eigens dafür bereitgestellten „Receptions-Saale“ aufbewahrt, der noch im Jahre 1832 nachweisbar existierte. Obwohl schon in der „Constitution der Königlich-Sächsischen Akademie der bildenden Künste“ aus dem Jahr 1814 eine Vorstellungspflicht mit einem Stück eigener künstlerischer Produktion nicht mehr festgeschrieben war, erhält sich die Erinnerung daran bis heute. Emeriti der letzten Zeit haben die Hochschule mit Schenkungen eigener Werke bedacht, so Hans Mroczinski, Gerd Jaeger, Günter Hornig, Klaus-Michael Stephan, Johannes Heisig oder Peter Bömmels. Die Kustodie verfügt über rund 1500 Gemälde, mehrheitlich Studierenden- und Diplomarbeiten aus der Zeit von 1947 bis 1990. Die Pflichtabgabe von studentischen Werken, die ab 1953 bzw. 1958 archivalisch belegt ist, führte zur Entstehung eines als Dokumentation der Lehre und der Hochschularbeit angelegten Bilderarchivs, das 2017 – 2019 im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Körper und Malerei“, erschlossen, untersucht und für die Nutzung in Lehre und Forschung zugänglich gemacht wird. Die Grafiksammlung mit überwiegend Schülerarbeiten reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Zu den Höhepunkten gehören Blätter von Adrian Zingg, Naturstudien von Ludwig Richter–Schülern, der große Kriegsverluste verzeichnende Teilnachlass von Gottfried Semper sowie Lithografien von Schülern von Otto Dix. Die meisten Grafiken stammen aus der DDR-Zeit, die gleichsam wie das Bilderarchiv die künstlerische Lehre und Ausbildung am Haus dokumentieren. Werke mit der Provenienz Kunstgewerbeschule, nachfolgend Kunstgewerbeakademie / Hochschule für Werkkunst, sind ebenfalls vertreten. Um die Dokumentation fortzusetzen, wird die Sammlung durch Schenkungen ehemaliger Studierender und Lehrender stetig ergänzt. In Erweiterung des Kunstbegriffes gehören dazu mittlerweile auch Arbeiten der Gattungen Objekt-, Konzept- und Aktionskunst. Die zum großen Teil als Lehrmittel für den Unterricht benötigten und seit Jahrhunderten erworbenen Objekte wie Gipsabgüsse, Vorlageblätter fürs Zeichen, Kostüme, Stoffe, Porzellan, Möbel für Requisiten und Staffagen in Historien- und Porträtmalerei sowie anatomische Lehrmittel wuchsen mit der Zeit zu den einmaligen, bis in die 1930er Jahre nachweislich vorhandenen Sammlungen. Der Krieg, mutmaßliche Zerstörungen der Nachkriegszeit und vor allem der sich wandelnde Kunstgeschmack der jeweiligen Zeit, der die Wertschätzung der Lehrmittelsammlung bestimmte, dezimierten stark die einst großen Sammlungen. Heute deuten darauf nur einzelne erhaltene Stücke, die eher als Rudimente der früheren Abguss-, Porzellan- und Kostümsammlungen angesehen werden können, darauf hin.

Aktive Sammlung
Ja
Sammlungskonzept
Ja
Benutzungsordnung
Ja
Bestände
Fachgebiet
FachgebietKunst
FachgebietKunstgeschichte
Objektgattung
GattungsbeschreibungArchitekturelement
GattungsbeschreibungGrafik
GattungsbeschreibungKleidung und Accessoire
GattungsbeschreibungKunsthandwerk und -gewerbe
GattungsbeschreibungMalerei
GattungsbeschreibungModell
GattungsbeschreibungPlastik/Skulptur (Abguss)
Bestände
ObjektgattungAnzahlDokumentiertDigitalisiertOnline
Architekturelement364080
Einrichtung und Raumausstattung6547360
Grafik4568130008600
Kleidung und Accessoire8860
Kunsthandwerk und -gewerbe4400
Malerei1530153015300
Modell22000
Plastik/Skulptur2212212210
Gesamt47895481026610
Informationsressourcen
Digitale Sammlung
Digitale SammlungMaterielle Modelle in Forschung und Lehre
Bestände der Sammlung bei Materielle Modelle in Forschung und Lehre
Weitere Webressource
Kontakt & Infrastruktur
Adresse
Archiv und Kustodie
Besucheranschrift:
Brühlsche Terasse 1
01067 Dresden
E-Mail-Adresse
Telefonnummer
Ansprechpartner_in
SammlungsbetreuungDr. Simone Fugger von dem Rech (Leiterin Archiv und Kustodie)
SammlungsbetreuungProf. Dipl.-Rest. Ivo Mohrmann (Konservator)
Öffnungszeiten

Nach Vereinbarung

Aktivitäten
Verwendung in der Akademischen Lehre
im Rahmen der disziplinären Lehre
im Rahmen interdisziplinärer Lehrveranstaltungen