Das Ägyptische Museum der Universität Bonn wurde 2001 im ehemaligen Michaelssaal über dem Koblenzer Tor eröffnet. Sein Bestand geht auf Sammeltätigkeiten des 19. Jahrhunderts zur Schaffung eines "wissenschaftlichen Apparates" für die altertumswissenschaftlichen Fächer zurück. Im 20. Jahrhundert wurde die Sammlung durch Funde von bedeutenden Fundplätzen Ägyptens beständig erweitert. Bis heute wächst die Sammlung durch Schenkungen und Leihgaben. Mehr als 3000 Objekte präsentieren die pharaonische Kultur von ihren Anfängen im 4. Jahrtausend v. Chr. bis in die christlich-koptische Zeit.
Besonders erwähnenswert ist die Kollektion von Grabfunden aus der Region Assuan, die durch Ausgrabungen unter der Leitung von Prof. Elmar Edel nach 1960 in das Museum kam. Weitere Spitzenstücke sind die Plastik des "Bonner Schreibers" und Beispiele der frühzeitlichen Töpferkunst. Die besondere Stärke der Sammlung liegt jedoch in ihrer Rolle Studiensammlung. In ihr sind Belege für praktisch alle Formen kulturellen Ausdrucks aus pharaonischer Zeit vertreten.
Als Universitätsmuseum ist das Ägyptische Museum sowohl Lehrsammlung als auch öffentliches Museum mit einem breiten Angebot an Führungen, Vorträgen und Aktivitäten. Ein Förderverein stützt die Arbeit und bietet Ägypteninteressierten und WissenschaftlerInnen die Möglichkeit des Austauschs.
Betreut werden Sammlung und Museum durch die Abteilung Ägyptologie im Institut für Kunstgeschichte und Archäologie der Universität Bonn.
Objektgattung | Objekte insgesamt | Dokumentiert | Digitalisiert | Online verfügbar |
---|
Di-Fr 13-17 Uhr
Sa, So 13-18 Uhr