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Bezeichnung
Wissenschaftlerleben mit Kunst. Die Graphiksammlung Heide und Wolfgang Voelter
Ausstellung

Beschreibung
Art der Aktivität
Art der AktivitätAusstellung
Zeitraum
7.11.2014 - 15.2.2015
Beschreibung

Das Ehepaar Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Voelter und Dr. Heide Voelter überließ 2011 seine Privatsammlung von rund 150 Druckgraphiken des 20. Jahrhunderts der Graphischen Sammlung am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen. Dabei handelt es sich vorwiegend um figürliche Kunst der 1970er und 1980er Jahre. Ausgangspunkt der Sammlung ist der Expressionismus:
Max Beckmann, Erich Heckel, Max Pechstein.
Inhaltlich stehen die Themen menschlicher Existenz und gesellschaftlicher Kritik im Mittelpunkt: die Anfeindungen der Konsumgesellschaft bei A. Paul Weber oder Peter Nagel und das selbstzerstörerische Individuum bei Lambert Maria Wintersberger. Das Thema der Psychoanalyse im Werk von Rudolf Hausner und der Literatur bei Horst Janssen oder der Sport in Bildern ist auch vertreten. Außerdem stellt die Graphikserie von Friedrich Meckseper zu den Nobel-Preisen für den Kontext der Universität einen wichtigen Höhepunkt dar.
Aus der Stiftung Voelter werden im Schloss Hohentübingen in der Ausstellung fast 40 Blätter präsentiert. Forschendes Lernen vor Originalen dieser Sammlung war Gegenstand eines Seminars von Studierenden der Kunstgeschichte, die den begleitenden Katalog und die Ausstellung vorbereiteten. In Kooperation mit dem Museum der Universität Tübingen MUT wurde das Projekt realisiert.
Der vielfach international mit Preisen ausgezeichnete Biochemiker und emeritierte Professor an der Universität Tübingen, Wolfgang Voelter, beschäftigt sich mit Naturstoffchemie sowie deren Verarbeitung zu Heilmitteln. 1976 baute er in Pakistan eines der weltweit führenden Forschungsinstitute für Naturstoffchemie auf. Dafür wurde er 1995 mit der höchsten Auszeichnung Pakistans geehrt. Für sein Lebenswerk erhielt er auch 1997 das Bundesverdienstkreuz.
Heide Voelter, Tierärztin, war langjährige Redakteurin der Zeitschrift für Naturforschung Tübingen. Die Förderung der jungen Generation ist dem Ehepaar ein besonderes Anliegen. Über die Stiftung ihrer Graphiksammlung an die Universität hinaus unterstützen sie durch ihre 2012 gegründete Familienstiftung, mit Sitz in Metzingen, Kinder und Jugendliche und setzen sich damit in besonderer Weise in den Dienst der Gesellschaft.

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