Die Sammlung Straßner umfasste ursprünglich etwa 120 Kunstwerke, von denen heute noch 104 vorhanden sind. Sie umfasst Gemälde und Druckgrafiken sowie wenige skulpturale Arbeiten der klassischen Moderne und der Nachkriegszeit von über 60 Künstler:innen, darunter u. a. Hans Purrmann, Rudolf Levy, Maria Caspar-Filser, Ida Kerkovius, Lovis Corinth, Ernst Barlach, Rolf Nesch, Aristide Maillol sowie Friedensreich Hundertwasser und Horst Antes. Der Werkbestand wurde zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren vom Künstler und Professor für Kunsterziehung Ernst Straßner als Lehrsammlung für den Fachbereich Kunst an der ehemaligen Pädagogischen Hochschule Braunschweig initiiert und zusammengetragen. Die Werke kamen insbesondere als Anschauungs- und Analyseobjekte in der Volksschullehrerausbildung zum Einsatz, gleichzeitig dienten sie als Gebäudeschmuck.
Nach Straßners Emeritierung im Jahr 1973 wurde die Sammeltätigkeit unter der Federführung seines ehemaligen Assistenten fortgeführt. Dieser erweiterte das Konvolut durch Ankäufe zeitgenössischer Druckgrafiken. In den 1980er- Jahren kamen schließlich eigene Werke Straßners hinzu. Die Pädagogische Hochschule ging 1978 in die Technische Universität Braunschweig über, wo die Sammlung heute vom Universitätsarchiv bzw. der Universitätsbibliothek betreut wird. Drei Gemälde von Hans Purrmann und Rudolf Levy aus der Sammlung sind als Dauerleihgaben im Städtischen Museum Braunschweig präsentiert.
Im Rahmen eines Projekts zur Erschließung und Sichtbarmachung wurde die Sammlung 2023-2025 erforscht, erschlossen, erstmals vollständig publiziert und museal ausgestellt. Darüber hinaus war sie 2025 Gegenstand einer Lehrveranstaltung im Fach Geschichtsdidaktik.